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Brauchtumsfeuer/Lagerfeuer anzeigen

Ansprechpartner/in
Herr Christoph Entelmann
Rathaus, Zimmer 109 // 1. OG
Am Markt 1
19205 Gadebusch
Telefon: 03886 2121-20
Telefax: 03886 2121-21
E-Mail:
Herr Sven Randel
Fachdienstleiter Ordnungsamt und BürgeramtRathaus, Zimmer 108 // 1. OG
Am Markt 1
19205 Gadebusch
Telefon: 03886 2121-84
Telefax: 03886 2121-21
E-Mail:
Bürgerbüro
Am Markt 1
19205 Gadebusch
Telefon: 03886 2121-50
Telefax: 03886 2121-21
Ordnungsamt - Brandschutz
Am Markt 1
19205 Gadebusch
Homepage: htt­p://ww­w.­ga­de­busch.de

Allgemeine Informationen

Bevor Sie ein Brauchtumsfeuer/Lagerfeuer entfachen, müssen Sie abhängig von den örtlichen Regelungen dies vorher entweder anzeigen oder eine Genehmigung einholen.

Für die Anzeige eines Brauchtumsfeuers ist in der Regel nur ein formloser Antrag notwendig. Dies wird jedoch in den Kommunen unterschiedlich gehandhabt, in einigen Fällen werden spezifischere Angaben und Auflagen zum Brauchtumsfeuer/Lagerfeuer gemacht.

Zu öffentlichen und privaten Veranstaltungen wird gerne ein offenes Feuer ("Lagerfeuer") angelegt und unterhalten. Das ist seit Menschengedenken so und soll auch so bleiben. Jedoch sollte man dabei einiges beachten.

Die folgenden Auskünfte gelten nicht für die Beseitigung von Gartenabfällen. Hinweise dazu finden Sie  auf der Seite Verbrennen und Verwerten von Gartenabfällen.

  • Bei Osterfeuern oder auch anderen Feuern, die der Geselligkeit, Erbauung und Unterhaltung dienen, steht die Beseitigung des verwendeten Holzes als Abfall nicht im Vordergrund. Solche Feuer unterstehen daher nicht dem Abfallrecht. Jedoch darf das zum Feuer verwendete Holz keine umweltschädlichen Bestandteile enthalten.
  • Geeignetes Holz ist naturbelassen und lediglich mechanisch behandelt.
    Faustregel: Geeignet ist Holz, dass man, ggf. gehäckselt, auch bedenkenlos zum Mulchen oder Kompostieren einsetzen würde.
    Nicht geeignet sind getränktes, lasiertes, lackiertes, beschichtetes Holz, Spanplatten, Tischlerplatten, Leimholz usw.
    Solche Hölzer enthalten Bestandteile, deren Unschädlichkeit ohne chemische Analytik nicht bestimmt werden kann. Aus Vorsorgegründen ist ihre Verwendung daher untersagt. Damit scheidet praktisch der gesamte Bereich von Hölzern aus Bau- und Renovierungsmaßnahmen aus!
  • Auch sonstige Abfälle, wie z.B. Sperrmüll oder gefährliche Abfälle (Sonderabfälle) dürfen natürlich nicht in das Feuer gelangen!
  • Wenn nicht naturbelassene Hölzer mit verbrannt werden, können die Schadstoffgehalte beträchtlich sein: "So wurden in der Asche eines Jägerzauns ca. 150 g/kg an Chrom und 90 g/kg an Kupfer nachgewiesen, in der Asche eines Fensterrahmens 56 g/kg an Zink und 35 g/kg an Blei. Je nach PVC-Beimengungen des Brennmaterials ließen sich nahezu beliebige Chlorverunreinigungen verursachen." (Quelle: Broschüre "Untersuchung von Holzaschen aus Kleinfeuerungsanlagen", Institut für Hygiene und Umwelt, Hamburg, 2006).

Der Veranstalter des Feuers trägt die Verantwortung dafür, dass das Feuer mit abfallrechtlich unbedenklichem Holz betrieben wird. Er trägt auch die sonstige Verantwortung, z.B. für Brandsicherung, Anmeldung beim Amt, etc.

Verfahrensablauf

Für die Anzeige eines Brauchtumsfeuers/Lagerfeuers ist in der Regel nur ein formloser Antrag notwendig. Dies wird jedoch in den Kommunen unterschiedlich gehandhabt, in einigen Fällen werden spezifischere Angaben und Auflagen zum Brauchtumsfeuer/Lagerfeuer gemacht. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde.

Zuständige Stelle

Örtliche Ordnungsbehörde

Voraussetzungen

Je nach Ortsrecht sind ggf. nur Feuer aus einem bestimmten Anlass und zu einer bestimmten Zeit, z. B. Osterfeuer, erlaubt.

Auch im Umfeld reetgedeckter Häuser oder in Kurgebieten können Lagerfeuer generell unzulässig sein. Es muss ein Veranstalter benannt sein, der die Verantwortung für die Einhaltung der Regelungen trägt (z. B. Brandsicherung, Anmeldung der Veranstaltung).

Welche Unterlagen werden benötigt?

Abhängig von den entsprechenden Regelungen der Gemeinde, bitte erkundigen Sie sich dort.

Welche Gebühren fallen an?

Abhängig von den entsprechenden Regelungen der Gemeinde, bitte erkundigen Sie sich dort.

Welche Fristen muss ich beachten?

Abhängig von den entsprechenden Regelungen der Gemeinde, bitte erkundigen Sie sich dort.

Bearbeitungsdauer

Keine Angabe möglich.

Rechtsgrundlage
Rechtsbehelf

Widerspruch bei Verbot bzw. Nichterteilung einer Genehmigung

Was sollte ich noch wissen?

Das für das Feuer verwendete Holz darf keine umweltschädlichen Bestandteile enthalten. Geeignetes Holz ist naturbelassen, als Faustregel gilt: nur Holz verwenden, das man ggf. gehäckselt auch zum Mulchen oder Kompostieren verwenden kann.
Nicht geeignet sind getränktes, lasiertes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie Spanplatten, Tischlerplatten, Leimholz etc. Auch sonstige Abfälle wie Sperrmüll oder Sonderabfälle dürfen nicht in das Feuer gelangen.

Brandrückstände sollten großflächig auf geeigneten Flächen verteilt werden. Sie sollten nicht gesammelt am Brandort verbleiben, da sie im Übermaß die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigen. Im Zweifelsfall sind sie über die Abfallentsorgung zu beseitigen. Erkundigen Sie sich aber in jedem Fall bei der zuständigen Ordnungsbehörde über entsprechende Regelungen.

Allgemeine Hinweise zur Durchführung eines Brauchtumsfeuers

  • Die Höhe und der Durchmesser des aufgeschichteten Brennmaterials sollte jeweils 2 m nicht überschreiten
  • Die Feuerstelle sollte erst am Tage des Anzündens aufgeschichtet werden, damit Tiere hierin keinen Unterschlupf suchen können und dadurch vor dem Verbrennen geschützt werden.

  • Es darf nur Holz, Baum- und Strauchschnitt verbrannt werden, das trocken und unbehandelt ist. Das Verbrennen von Abfällen jeglicher Art (z.B. Gartenrückstände, Laub, Papier, beschichtetes oder behandeltes Abfallholz, Paletten, Bauabfall, Möbelstücke, Kunststoffe) ist in der Landeshauptstadt Schwerin verboten.

  • Das Feuer darf nicht mit Flüssigbrennstoffen (z.B. Benzin, Heizöl, Altöl) und anderen Brennstoffen (z.B. Altreifen) in Gang gesetzt und/oder unterhalten werden.

  • Es dürfen keine Verkehrsbehinderungen und keine erheblichen Belästigungen durch Rauchentwicklung gegenüber der Nachbarschaft und der Allgemeinheit entstehen.

  • Feuerstellen dürfen nicht in gesetzlich geschützten Biotopen nach § 20 des Naturschutzausführungsgesetzes M-V (z.B. Moore, Sölle, naturnahe Bach- und Flussabschnitte, Röhrichtbestände) und in Naturschutzgebieten entzündet werden. Es ist ein Abstand von 50 Metern zu diesen Schutzobjekten einzuhalten. Feuerstellen dürfen an See- und Bachufern innerhalb eines Gewässerschutzstreifens von 20 Metern nicht entzündet werden. 

    Offene Feuerstellen müssen, sofern durch örtliche Bedingungen oder herrschende Windverhältnisse keine größeren Abstände erforderlich werden, zu angrenzenden Gebäuden und zu Lagern mit brennbaren Stoffen mindestens 100 m Entfernung haben. Des Weiteren sind sie so zu betreiben, dass durch Funkenflug, Glut u. ä. keine Brände entstehen können. Gebäude, Anlagen, Einrichtungen sowie Nutzflächen dürfen nicht gefährdet werden.

  • Abhängig von der Größe der Feuerstelle ergeben sich folgende Sicherheitsabstände als

        Richtwert:

       -   50 m  zu Wohngebäuden

       -   50 m  zu öffentlichen Verkehrsflächen

       - 100 m  zu Energieversorgungsanlagen (Gasleitungen, Öllager, Tankstellen)

       -   50 m  zu Baumbeständen, Büschen, Hecken

       - 100 m zu Wäldern

       In allen anderen genannten Fällen sind mindestens 100 m als Sicherheitsabstand einzuhalten.

  • Während des Betreibens sind offene Feuerstellen von mindestens einer geschäftsfähigen Person zu beaufsichtigen und unter ständiger Kontrolle zu halten.
    Der für das Feuer Verantwortliche muss in der Lage sein, das Feuer umgehend zu löschen, wenn dies erforderlich werden sollte. Die dazu erforderlichen Geräte und Löschmittel (Schaufel, Handfeuerlöscher, Eimer mit Wasser) müssen vor Ort bereitgehalten werden.
    Eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst ist frei zu halten. Brennbare Flüssigkeiten dürfen wegen der damit verbundenen Gefahr der Stichflammenbildung nicht in Flammen oder Glut gegossen werden.
  • Offene Feuerstellen müssen grundsätzlich beaufsichtigt werden. Offene Feuer sind nach dem Betreiben vollständig abzulöschen. Die genutzten Flächen sind im Anschluss zu beräumen und zu säubern.

  • Bei Windstärke 5 und mehr darf das Feuer nicht entzündet werden. Ebenso sind die Waldbrandwarnstufen zu beachten. Mit Ausrufung der Waldbrandstufe 4 durch die örtlich zuständige Forstbehörde ist das Abbrennen von Brauchtumsfeuern und das Grillen auf den dafür ausgewiesenen Standorten sowie ab Ausrufung der Waldbrandwarnstufe 3 in unbefestigten Bereichen von Grünanlagen untersagt.

Hinweise für Feuerschalen, Feuerkörbe, Grills, Terrassenöfen usw.

Auch bei der Verwendung von Feuerschalen, Feuerkörben, Terrassenöfen o. ä. sind einige grundsätzliche Maßgaben zu beachten:

  • Es darf nur Holz, Baum- und Strauchschnitt verbrannt werden, das trocken und unbehandelt ist. Das Verbrennen von Abfällen jeglicher Art (z.B. Gartenrückstände, Laub, Papier, beschichtetes oder behandeltes Abfallholz, Paletten, Bauabfall, Möbelstücke, Kunststoffe) ist in der Landeshauptstadt Schwerin verboten.

  • Das Feuer darf nicht mit Flüssigbrennstoffen (z.B. Benzin, Heizöl, Altöl) und anderen Brennstoffen (z.B. Altreifen) in Gang gesetzt und/oder unterhalten werden.

  • Es dürfen keine Verkehrsbehinderungen und keine erheblichen Belästigungen durch Rauchentwicklung gegenüber der Nachbarschaft und der Allgemeinheit entstehen.

  • Feuerstellen dürfen nicht in gesetzlich geschützten Biotopen nach § 20 des Landesnaturschutzgesetzes (z.B. Moore, Sölle, naturnahe Bach- und Flussabschnitte, Röhrichtbestände) und in Naturschutzgebieten entzündet werden. Es ist ein Abstand von 50 Metern zu diesen Schutzobjekten einzuhalten. Feuerstellen dürfen an See- und Bachufern innerhalb eines Gewässerschutzstreifens von 20 Metern nicht entzündet werden.

    Die Feuerstellen müssen, sofern durch örtliche Bedingungen oder herrschende Windverhältnisse keine größeren Abstände erforderlich werden, zu angrenzenden Gebäuden und zu Lagern mit brennbaren Stoffen mindestens 100 m Entfernung haben. Des Weiteren sind sie so zu betreiben, dass durch Funkenflug, Glut u. ä. keine Brände entstehen können. Gebäude, Anlagen, Einrichtungen sowie Nutzflächen dürfen nicht gefährdet werden.

  • Während des Betreibens sind Feuerstellen von mindestens einer geschäftsfähigen Person zu beaufsichtigen und unter ständiger Kontrolle zu halten.

    Der für das Feuer Verantwortliche muss in der Lage sein, das Feuer umgehend zu löschen, wenn dies erforderlich werden sollte. Die dazu erforderlichen Geräte und Löschmittel (Schaufel, Handfeuerlöscher, Eimer mit Wasser) müssen vor Ort bereitgehalten werden.

    Eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst ist frei zu halten. Brennbare Flüssigkeiten dürfen wegen der damit verbundenen Gefahr der Stichflammenbildung nicht in Flammen oder Glut gegossen werden.

  • Feuerstellen müssen grundsätzlich beaufsichtigt werden. Feuer sind nach dem Betreiben vollständig abzulöschen. Die genutzten Flächen sind im Anschluss zu beräumen und zu säubern.

  • Bei Windstärke 5 und mehr darf das Feuer nicht entzündet werden. Ebenso sind die Waldbrandwarnstufen zu beachten. Mit Ausrufung der Waldbrandstufe 4 durch die örtlich zuständige Forstbehörde ist das Abbrennen von Brauchtumsfeuern und das Grillen auf den dafür ausgewiesenen Standorten sowie ab Ausrufung der Waldbrandwarnstufe 3 in unbefestigten Bereichen von Grünanlagen untersagt.
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